Junges Lions-Team bleibt makellos! RR Einsiedeln – RCW Lions 15:20 (9:9)
12. Oktober 2020

Trotz prominenten Absenzen gewinnen die RCW Lions auch den letzten Kampf der Qualifikation auswärts in Einsiedeln. Es war eine starke Leistung des jungen Teams gegen einen sehr erfahrenen Gegner. Glänzen konnten vor allem die jungen «Wilden», Yanik Bucher feierte seinen ersten Sieg in der höchsten Ringerliga. 

Ganz starker Auftritt: Mansur Mavlaev besiegt den aus Polen stammenden Ex-Bundesligariner Adrian Mazan (Foto JB).
Gewinnt wieder mit 4:0-Mannschaftspunkten: Roger Heiniger ist sensationell in die Klasse bis 65 kg Greco zurückgekehrt (Foto JB).

Nach der Abwaage wurde den Lions klar, dass es ein durchaus schwieriger Abend werden dürfte. Mit Samuel Scherrer und Mirco Studer fielen kurzfristig zwei weitere Leistungsträger aus, im Hinblick auf die Playoffs wollte man im Lager der Lions kein unnötiges Risiko mehr eingehen. Daher kamen vermehrt auch Ringer aus der zweiten Reihe zum Einsatz. Einsiedeln hingegen schickte nahezu ihre beste Mannschaft auf die Matte, dies mit einem Altersdurchschnitt von über 30 Jahren. So wollten die Klosterdörfler den Sieg forcieren. Der Abend lief allerdings mit zunehmender Kampfdauer immer mehr zu Gunsten der Willisauer (Durchschnittsalter von 22 Jahre), welche die Routiniers in die Schranken wiesen und mit einer starken Leistung vor zahlreichen mitgereisten Fans den sechsten Sieg in Folge feierten. 

Ausgeglichene erste Hälfte 

Auch gegen die Lions schickte Urs Bürgler bis 57 kg, Greco, «Oldie» Oleksandr Golin (44) auf die Matte. Marc Kaufmann (15) wehrte sich von Stand beherzt, konnte aber gegen den ehemaligen Spitzen-Ringer am Boden nichts entgegensetzten. Der Ukrainer gewann am Ende gar durch Schultersieg. Durch die verletzungsbedingten Absenzen von Samuel Scherrer (Platzwunde am Ellenbogen) und Stifi Reichmuth (Rippenverletzung) musste Willisaus Greco-Waffe Delian Alishahi im Freistil antreten. Gegen den grossgewachsenen Boris Illenseher lag er zwar zu Beginn zurück, mit zunehmender Kampfdauer konnte der gebürtige Bulgare dem Deutschen aber seinen Stil aufzwingen und vermehrt auch punkten. Am Ende gewann Alishahi sicher mit 7:4 und brachte so die ersten beiden Mannschaftspunkte auf das Konto der Lions. In diesem Stil ging es bis 61 kg, Freistil, auch weiter. Timon Zeder liess Kay Neyer keinen Spielraum und diktierte das Geschehen über sechs Minuten lang. Mit dem letzten Beinangriff konnte der Grosswanger dem Team einen 3:0-Sieg sichern, somit war die Pflicht erfüllt. Einen starken Gegner hatte Dominik Bossert bis 97 kg, Greco, mit Sven Neyer vor sich. Er startete zwar gegen den kräftigen Schwyzer stark, musste aber dann konditionell einbüssen und verlor bei einer Aktion unglücklich das Gleichgewicht, worauf sich der jüngere der beiden Bossert-Brüder auf dem Rücken wiederfand. Neyer konnte somit Bossert gleich schultern, die Einsiedler zogen auf 9:5 davon. Die Antwort lieferten die Lions postwendend und eindrücklich. Roger Heiniger, erneut bis 65 kg, gab gegen den unbequemen Michel Schönbächler klar die Richtung vor und punktete in klassischer Manier mit einem schönen Ausheber. Auch in der Folge zeigte sich Heiniger konzentriert, sammelte Punkt um Punkt und konnte mit schönen Aktionen einen grossartigen Sieg mit technischer Überlegenheit feiern. Somit stand es zur Pause 9:9, jeglicher Ausgang war im zweiten Abschnitt möglich, es waren einige knappe Kämpfe zu erwarten. 

Mavlaev besiegt Mazan, Bucher mit erstem Sieg  

Nach der Pause kam aufgrund der wachsenden Verletztenliste im 86er-Gewicht Reto Reichmuth zu seinem Saisondebut. Der 29-jährige zeigte sich kämpferisch, musste sich aber gegen den gewohnt starken Schweizermeister Andreas Burkard technisch überhöht geschlagen geben. Schon zu Beginn des Kampfes war klar, dass es bis 70 kg Freistil zu einem Schlüsselkampf kommen wird. So war es dann auch. Mansur Mavlaev lieferte sich mit dem 37-jährigen Ex-Bundesliga-Ringer Adrian Mazan ein packendes Duell. Der Willisauer zeigte dabei sein grosses Potential und verteidigte die schnellen Beinangriffe des Polen tadellos. Dabei konnte er mit schönen Aktionen selbst punkten und zeigte auch die nötige Härte, um schliesslich einen grandiosen Sieg zu feiern. «Das war heute eindeutig Saisonbestleistung von Mansur. Er hat gezeigt, zu was er fähig ist und sein starkes Auskämpfen von Situationen nun auch im Wettkampf sehr schön gezeigt», zeigte sich Freistiltrainer Gergely Gyurits erfreut. Damit blieben die Lions am Geschehen dran. Michael Portmann erfüllte gegen physisch starken Matthias Käser mit einem 2:1-Sieg die Pflicht. Trotz einigen Kilogramm Gewichtsunterschied konnte Portmann am Boden punkten und agierte auch von Stand gewohnt clever. Somit stand es zwei Kämpfe vor Schluss immer noch 13:15 aus Sicht der Willisauer. Doch dann kam der grosse Auftritt von Yanik Bucher. Der 17-jährige zeigte sich abgeklärt wie ein Routinier und sammelte gegen Routinier Lukas Schönbächler geschickt seine Punkte. Er verwaltete den 5:0-Vorsprung souverän und sicherte sich unter tosendem Applaus seinen ersten Sieg in der Swiss WINFORCE League. Damit war von Tobias Portmann wieder die Pflicht gefordert, einmal mehr erfüllte er diese. Er liess Jan Neyer keine Chance, zeigte großartige Beinangriffe und punktete den Einsiedler kurz vor Schluss noch aus. Die Lions gewinnen also auch ersatzgeschwächt gegen eine kompakte Einsiedler Mannschaft. Der Auftritt war schlicht stark, besonders die Youngsters zeigten eine hervorragende Leistung. Die gut 100 mitgereisten Fans feierten ihr Team mit einer tollen Ballon-Choreo und Sprechgesängen. Ein erneut wunderschöner Abend aus Sicht der RCW Lions. 

Gegen Kriessern im Halbfinal – Lions wollen Pause nutzen 

Wie bereits vor der Partie bereits fast klar war, treffen die Lions in zwei Wochen auf die RS Kriessern. Die Rheintaler werden trotz mässigen Leistungen nicht zu unterschätzen sein, es wird eine völlig andere Mannschaft als noch in der Qualifikation erwartet. Die Pause vom nächsten Samstag wollen die Lions einerseits nutzen, um im Training nochmals alles zu geben, andererseits brauchen die Willisauer diese Woche auch, um kleinere Blessuren auszukurieren. Die Verletzungsliste ist doch stets gewachsen. So sollen gegen die RSK alle Athleten an Bord sein, wenn es um den vierten Finaleinzug in Serie geht. Trotz Favoritenrolle: Die Lions bleiben auf dem Boden. 

RR Einsiedeln – RCW Lions 15:20 (9:9) 
SR Fässler, 250 Zuschauer 

57GGolin OleksandrKaufmann Marc16:0SS4:0
61FNeyer KayZeder Timon0:6PS0:3
65GSchönbächler MichelHeiniger Roger0:15TU0:4
70FMazan AdrianMavlaev Mansur1:3PS1:2
75GSchönbächler LukasBucher Yanik0:5PS0:3
75FNeyer JanPortmann Tobias0:16TU0:4
80GKäser MathiasPortmann Michael1:4PS1:2
86FBurkard AndreasReichmuth Reto16:0TU4:0
97GNeyer SvenBossert Dominik5:1SS4:0
130FIllenseer BorisAlishahi Delian4:7PS1:2

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