Am Grand Prix von Frankreich wurde das olympische Jahr 2020 lanciert. Die Lions-Freistiler waren mit Tobias Portmann, Samuel Scherrer und Stefan Reichmuth prominent vertreten. Auch Delian Alishahi startete erstmals unter der Schweizer Flagge. Die drei Freistilathleten reisten alle mit Medaillen zurück, während Delian im sehr starken Greco-Schwergewicht noch etwas Lehrgeld zahlte und Vierter wurde.

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Sportler, Baskettballplatz und Text
Samuel Scherrer verlor gegen den Deutschen Ilya Matuhin äusserst knapp (Screenshot YouTube).
Bild könnte enthalten: 6 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen
Stifi zeigte starke Kämpfe und musste sich nur dem erstplatzierten Amerikaner Myles Martin geschlagen geben (Foto Facebook-Page von Stifi: https://www.facebook.com/stifireichmuth/photos/a.330772297111913/1255019924687141/?type=3&theater).

Nach dem Trainingslager in Moldawien für das Freistilkader war dieser Auftritt eine erste Standortbestimmung. Diese stimmt einem sehr positiv, die Athleten der Lions setzten sich alle hervorragend in Szene! Allen voran Tobias Portmann.
Der 20-jährige startete mit einem 11:7-Sieg über den Kanadier Dillon Williams ins Turnier. Im Halbfinale gewann er gegen den Briten Cojocaru und stand somit schon im Final. Dort kam es zum Duell mit dem Weissrussen Viktar Serada. Auch dort kämpfte Portmann hervorragend und unterlag hauchdünn mit 5:6. Trotzdem kann “Tobi” zufrieden sein mit diesem ersten Ernstkampf. Die Swiss Wrestling Federation wird dann entscheiden, ob Portmann oder Marc Dietsche an die Aktiv-EM nach Rom gehen kann. Dietsche wurde am Turnier im selben Gewicht Vierter.

Reichmuth setzt sich in Top-Feld aufs Podest!

Bis 86 kg startete Stifi Reichmuth. Er bekam sogleich die Leistungsdichte der USA zu spüren. Gegen den international noch unbekannten Myles Martin verlor er knapp. Der Amerikaner kam aber souverän in den Final und so durfte der Grosswanger in die Repechage. Dort besiegte er zunächst den Weissrussen Chytadze mit 10:2. In der zweiten Hoffnungsrunde besiegte er kampflos Taimuraz Friev, gegen den er auch an der vergangenen WM gewonnen hat.
Somit stand Stifi im kleinen Final um Bronze und gewann dort hauchdünn mit 4:3 gegen einen weiteren Weissrussen. Ein Super-Resultat, Stifi hat erneut namhafte Gegner besiegt und ist momentan nur von den absoluten “Weltmächten” des Ringsports zu stoppen. Der nächste grosse Termin für Stifi ist dann die Aktiv EM in Rom.

Guter Kampf von Scherrer

Im nicht-olympischen Gewicht bis 92 kg startete Samuel Scherrer. Es traten nur zwei Athleten an. Neben ihm war der Deutsche Ilya Matuhin am Start. Mit dem Deutschen hat sich Sämi schon zahlreiche Duelle und Trainingskämpfe geliefert. Ein knapper Ausgang war auch dieses Mal zu erwarten. Schliesslich unterlag er dem Deutschen knapp mit 2:3. Trotzdem hat Scherrer bestätigt, dass die Richtung stimmt. Er wird definitiv an der EM in Rom am Start sein.

Hammergruppe für Alishahi

Nach seinem Nationenwechsel von Bulgarien zur Schweiz startete der 21-jährige Delian Alishahi das erste Mal für die Schweiz. Im sehr stark-besetzten Greco-Schwergewicht wurde er in eine Hammergruppe mit den beiden mehrfachen EM- und WM Medaillengewinner aus Azerbaidschan und Georgien gelost. Gegen den Georgier Barbakadze (EM 3. von 2017) konnte Delian Punkte holen und verlor mit 1:3. Chancenlos blieb er gegen den AZE Shariati, welcher zur absoluten Weltspitze gehört und Bronzemedaillengewinner von Rio 2016 ist. So beendete Delian das Turnier auf dem vierten Rang bei sechs Athleten. Er hat aber gezeigt, dass er auch gegen solche Gegner mitringen kann. Solche Kämpfe gegen international erprobte Ringer können einem extrem weiterbringen.

Für alle Athleten geht es nun an die finale EM-Vorbereitung. Die Europameisterschaft der Aktiven werden vom 10.- 16. Februar in der italienischen Hauptstadt ausgetragen.

Schreibe einen Kommentar