Mit Mansur Mavlaev und Samuel Scherrer waren zwei Spitzenringer der RCW Lions am ersten Saisonhöhepunkt in der albanischen Hauptstadt Tirana im Einsatz. Die Europameisterschaft der aktiven bot in beiden Stilarten grosses Spektakel und ringerische Highlights auf höchstem Niveau.
Die beiden Willisauer Freistilspezialisten wussten dabei zu überzeugen und platzierten sich auf den Rängen Acht und Fünf.

Samuel Scherrer – hier im Bronze-Kampf gegen den Georgier Maisuradze – belegte den 5. Schlussrang bis 92 kg (Screenshot UWW).

86 kg, Freistil: Mansur Mavlaev – Rang 8

Mansur startete hervorragend in seinen ersten Grossanlass bei den Aktiven. Mit dem aus Russland stammenden Slowaken Boris Makoev bekam er im Achtelfinale einen starken Routinier zugelost. Makoev gewann bereits mehrere EM- und WM-Medaillen, zuletzt gewann er an der Aktiv EM 2024 Silber.
Der Willisauer schien von Cheftrainer Gergely Gyurits hervorragend auf den Gegner eingestellt. Dabei punktete er mehrmals am Mattenrand oder mit „seinem“ Spezialangriff über die Aussenseite. So liess Mavlaev dem 33-jährigen Routinier keine Chance und siegte mit 8:2. Ein erstes Ausrufezeichen, zahlreiche Lins-Fans freuten sich zu hause vor den Bildschirmen über diese kleine Überraschung.
Im Viertelfinale stand der nächste „Brocken“ bevor: Der Lette Ivar Samusonoks ist ebenfalls kein unbekannter. Sowohl Stefan Reichmuth, als auch Samuel Scherrer kämpften schon gegen den starken Balten.
Mavlaev hielt lange sehr gut mit und lief einem knappen 1:2-Rückstand hinterher. Bei einer unglücklichen Aktion kurz vor Schluss bekam Mansur das Knie seines Gegners an die Schläfe und musste sich danach wehrlos auspunkten lassen.
Da der Lette im halbfinal ebenfalls knapp scheiterte, war die EM für den 24-jährigen nach diesem Kampf zu ende.
Trotzdem darf Mansur mit einem starken Auftritt und Platz 8 bei 18 Teilnehmer sehr zufrieden sein. Er schein in der starken Gewichtsklasse angekommen zu sein.

Link zu Mansurs Kampf gegen den Slowaken Makoev:

Boris MAKOEV (SVK) vs. Umar MAVLAEV (SUI) | 2026 Senior European Championships | Eighth Final | FS 86Kg

86 kg, Freistil: Mansur Mavlaev – Rang 5

Samuel Scherrer war in der Kategorie bis 92 kg bereits im Viertelfinale gesetzt und bekam es dort mit dem Kosovaren Bislimi zu tun. Nach einem anfänglichen Abtasten startete Scherrer so richtig durch und punktete mit einer herrlichen Fünferwertung (Souplesse) sehenswert. Kurz nach der Pause hatte er den Südosteuropäer ausgepunktet und stand damit im Halbfinale.
Dort traf er auf den amtierenden U23-Europameister aus Azerbaidschan, Ali Magomedovitch Tcokaev.
Scherrer zeigte einen guten Kampf, blieb aber am Ende gegen den abgeklärten Spitzenringer chancenlos.
Somit stand Scherrer automatisch im kleinen Finale und traf dort auf den starken Georgier Maisuradze.
Auch der 26-jährige Georgier ist mehrfacher Medaillengewinner an EM und WM.
Dieser Kampf war beinahe ein Ebenbild vom Halbfinale: Scherrer hielt sehr gut mit, war aber in den entscheidenden Momenten machtlos und biss sich die Zähne aus. So musste sich der 29-jährige Willisauer geschlagen geben und sich mit dem sehr guten 5. Schlussrang begnügen (13 Teilnehmer).

Mit dem Gezeigten können die Willisauer durchaus stolz und zufrieden sein, auch wenn es nicht zur erhofften Medaille gereicht hat. Die Richtung, Einsatz und Wille stimmt bei beiden Top-Athleten hervorragend.
Wir freuen uns auf die nächsten internationalen Turniere!

Link zu Sämis Kampf gegen den Kosovaren Bislimi:

Samuel SCHERRER (SUI) vs. Shaqir BISLIMI (KOS) | 2026 Senior European Championships | Quarter Final | FS 92Kg