
Der Umeå Wrestling Battle, welches 2019 erstmals stattfand, gehört nach nur fünf Jahren zu den grössten Ringerturnieren in Europa und ist seit 2023 fester Bestandteil in der Agenda des Zentralschweizerischen Ringerverbandes (ZRV).
Die fünf Greco Ringer, unter der Leitung von Trainer Philipp Rohrer, waren am Samstag alle in der Kategorie GR14 (Jahrgänge 2010 – 2012) im Einsatz.
Fionn Uhlmann (41 kg) qualifizierte sich mit zweimal technischer Überlegenheit und einem Punktesieg gegen zwei Schweden und einen Finnen sicher für den Final. Dort traf er auf Zakaria Fakhro vom schwedischen Klub Svedala BK. Die beiden lieferten sich einen zähen und verbissenen Kampf. Fionn lag in der Pause zwar mit 0:5 zurück, kam aber in der zweiten Hälfte auf 4:5 heran. Eine Aktion in letzter Sekunde von Fionn wurde nicht mehr gewertet, was letztlich eine knappe Niederlage und den tollen zweiten Schlussrang bedeutete.
Marco Limacher (52 kg) startete mit drei Punktesiegen und zweimal technischer Überlegenheit ebenfalls stark ins Turnier. Im Kampf um den Finaleinzug gegen den Schweden Jon Nilas Furmark geriet er schnell mit 10:0 in Rückstand.
Marco wehrte sich vehement gegen die drohende Niederlage und schaffte praktisch in letzter Sekunde einen sensationellen Schultersieg und somit den Finaleinzug. In diesem Final konnte er gegen den Finnen Viljami Törmänen im Stand zwar gut mithalten, war am Boden jedoch chancenlos. Mit einer deutlichen Niederlage sicherte sich Marco somit den tollen zweiten Rang.
Marcos Bruder Dario (44 kg) startete mit zwei überzeugenden Siegen ebenfalls stark ins Turnier, musste in der Folge aber zwei Niederlagen hinnehmen und erreichte den guten sechsten Rang.
Lionel Suppiger (52 kg) gewann zwar zwei Kämpfe, verlor demgegenüber aber auch zweimal auf die Schulter, was letztlich für den siebten Rang reichte.
Tristan Bennet (48 kg) fand gegen starke Gegner nie richtig ins Turnier und schied nach zwei engen Punktniederlagen vorzeitig aus.
Am Sonntag galt es für drei Freistil Ringer, die von Lukas Bossert betreut wurden ernst.
Nik Kehrli (38 kg) sicherte sich mit einem Punktesieg und einem Sieg mittels technischer Überlegenheit den Finaleinzug. In diesem traf er auf den Norweger Dennis Bjerkeli, der am Samstag das Greco-Turnier gewann. Nik kontrollierte den Kampf von Beginn weg, war der deutlich aktivere Ringer und gewann schliesslich verdient die Goldmedaille.
Ähnlich stark zeigte sich Max Biri (44 kg). Nach einem Punktesieg und einem Sieg mittels technischer Überlegenheit traf er im Final auf den Schweden Eddie Airaksinen. Auch diesen Kampf kontrollierte Max und schaffte schnell einen klaren Punktvorsprung. Zwar musste er sich danach noch aus der einen oder anderen kritischen Situation befreien, aber am Ende stand auch hier der erste internationale Turniersieg.
Joel Burri, der dritte im ZRV Freistil Team, verpasste mit dem vierten Platz das Podest nur knapp. Aufgrund einer Niederlage in der zweiten Runde schaffte er es in den kleinen Final. In diesem konnte er gegen den Einheimischen Alfons Andersson zwar gute Beinangriffe zeigen, holte damit aber zu wenig Punkte. Zwar konnte er den 2:7 Rückstand, den er sich bis zur Pause einhandelte, noch auf 2 Punkte verkürzen, unterlag aber schliesslich mit 5:9.
«Lukas und ich sind mit den gezeigten Leistungen unserer Athleten zufrieden.» meinte ein zufriedener Philipp Rohrer nach dem Turnier. «Auch wenn wir nicht überall unser Maximum abrufen konnten, so zeigten wir doch als Team, was wir können. Die Jungs haben ihre Techniken aus den Trainings im Kampf anbringen können und eine deutliche Entwicklung zu den letzten internationalen Einsätzen gezeigt.” so Rohrer weiter.
Die Videos dazu gibts wie immer auf www.youtube.com/@rcwlionsjugend. Dem grössten YouTube Kanal für Nachwuchsringen in der Schweiz