Das Regionale Leistungszentrum Willisau startete am vergangenen Samstag am 29. Internationalen Grossen Preis von Baden-Württemberg. Die Hinterländer Athleten erkämpften sich zwei Kategoriensiege und total fünf Medaillen. In der Teamwertung schaffte es das Team um Coach Gergely Gyurits gar auf Platz eins.


Das traditionell sehr gut besuchte Turnier im Deutschen Baienfurt, nahe Bodensee wurde wie schon in den letzten Jahren in beiden Stilarten, Freistil und Greco ausgetragen. Dabei starteten vom RLZ Willisau sieben Athleten, betreut wurden sie von Nationaltrainer und ZRV-Coach Gergely Gyurits. Dabei zeigten die beiden Aushängeschilder der RCW Lions, Michael Portmann und Mansur Mavlaev, ihre Klasse und siegten in ihren Kategorien souverän.
Vier Medaillen im Freistil
Bis 57 kg startete der Willisauer Rashid Hotak sehr erfolgreich ins Turnier und kämpfte sich nach vier problemlosen Siegen in den Final.
Dort traf er auf den Schweizer Kaderringer Sayed Mahdi Jamshidi, den er schon mehrfach besiegen konnte. An diesem Tag kam es anders, der Brunner siegte im Kampf der beiden aus Afghanistan stammenden Athleten klar. Somit gab es für Hotak die Silbermedaille nach einem insgesamt sehr guten Turnier.
Bis 65 kg Freistil biss der Hergiswiler Jonas Schuhmacher auf hartes Brot. Im sehr starken Teilnehmerfeld schied er nach zwei Niederlagen aus.
Bis 74 kg Freistil startete Florian Bissig nach erfolgreiche bestandener Lehrabschlussprüfung besonders motiviert in das Turnier. Er traf im ersten Kampf gleich auf den für Freiamt ringenden Westschweizer und Aktiv-Schweizermeister Théry Chardonnens. Gegen den Genfer lieferte sich Bissig ein enges Duell und musste sich schliesslich knapp mit 2:4 geschlagen geben. Danach reihte der 20-jährige Sieg an Sieg und sicherte sich damit die Bronze-Medaille. Im gleichen Gewicht wurde der Hergiswiler Lino Grossman nach drei Siegen und zwei Niederlagen sehr guter siebter bei 19 Teilnehmern.
Eine Klasse für sich war einmal mehr Mansur Mavlaev. Der EM-Dritte gewann all seine fünf Duelle mit technischer Überlegenheit, so auch im Finale gegen Bundesliga-Ringer Alexander Jakob, Red Devils Heilbronn. Somit gewann er die Kategorie bis 79 kg Freistil, wo total 18 Athleten starteten.
Eine weitere Medaille gab es für den Willisauer John Ani bis 92 kg nach zwei Siegen und zwei Niederlagen.
Portmann ebenfalls mit weisser Weste
Bis 72 kg, Greco, ging der Willisaus Greco-Ass Michael Portmann an den Start. Der 24-jährige reihte Sieg an Sieg und gewann seine fünf Duelle alle mit technischer Überlegenheit, auch im Finale siegte Portmann klar gegen Anton Klimentov aus Tuttlingen. Somit gewann «Michi» das Turnier in der Kategorie bis 72 kg mit total 13 Teilnehmer.
Mit der Ausbeute sicherte sich das RLZ Willisau im Freistil auch den ersten Rang in der Team Wertung, just vor dem RLZ Aristau.
Entsprechend war RLZ-Trainer Gergely Gyurits sehr zufrieden. «Das Wichtigste an solchen Turnieren sind viele Kämpfe und Mattenminuten. Auch wurden viele Sachen aus den Trainings umgesetzt, das stimmt mich sehr positiv», so der 30-jährige Ungare.
Auch am Sonntag erfolgreich im Einsatz
Ebenfalls in Baienfurt im Einsatz waren am Sonntag die U17-Athleten der RCW-Lions. Dieses Turnier wurde zum ersten Mal unter dem Namen Willy-Betz-Gedächtnisturnier ausgeführt.
Dabei konnten Nils Obi und Dario Stadelmann ihre Kategorien gewinnen. Der 17-jährige Obi gewann in der Klasse bis 45 kg seine drei Gegner allesamt mit technischer Überlegenheit oder mittels Schultersiegs. Einen wiederum sehr starken Auftritt zeigte der Entlebucher Dario Stadelmann. Er gewann die Kategorie bis 63 kg souverän und besiegte dabei gleich vier deutsche Kontrahenten.
Einen sehr guten Auftritt zeigte auch der Willisauer Amon Ackermann. Er belegte in der Kategorie bis 75 kg den zweiten Platz und gewann dabei drei seiner vier Duelle. Für ihn ist es die erste Medaille an einem internationalen Turnier und konnte dabei seine grossen Fortschritte präsentieren.
Einen tollen zweiten Rang gab es auch für den Hergiswiler Nik Buholzer in der Kategorie bis 52 kg. Er gewann zwei Duelle und musste sich nur dem Schweizer Landsmann Nino Rebholz geschlagen geben. Betreut wurde das Team des RLZ Willisau von Mohammed Soltani. In der Team-Wertung belegte das RLZ Willisau hier den sehr guten dritten Rang von 15 Vereinen, dies hinter der KG Baienfurt (GER) und dem RLZ Rheintal.
Resultate: 29. Großer Preis von Baden-Württemberg Baienfurt, 28.06.2025