RS Kriessern – RCW Lions, Sa, 19:00 – Sporthalle Untervaz (GR)
Die RCW Lions treffen am kommenden Samstag auf die RS Kriessern. Der Kampf wird im Kriessner «Exil» im bündnerischen Untervaz ausgetragen. Die RSK dürfte aufgrund des missglückten Saisonstartes besonders motiviert auf den ersten Saisonsieg sein. Die Willisauer wollen ihrer Marschroute treu bleiben und auch den dritten Kampf der Saison gewinnen.

Bei den RCW Lions ist man nach zwei Kämpfen im Soll. Zwar zeigten der Rekordmeister in den ersten beiden Kämpfen bei weitem keine Spitzenleistungen, es konnten aber bereits wichtige vier Punkte eingefahren werden und die Willisauer sind nach zwei Duellen noch ungeschlagen. Anders sieht es beim nächsten Gegner Kriessern aus. Der Ostschweizer Finalkandidat musste sich gegen Freiamt (16:19) und auch gegen das starke Einsiedeln (17:18) zwei Mal geschlagen geben und steht nach zwei Runden mit leeren Händen da. Wiederum werden wohl bei beiden Mannschaften WM-Abwesende fehlen: Bei der RSK betrifft es Ramon Betschart, bei den RCW Lions wird Greco-Ass Michael Portmann fehlen.
RSK mit verjüngtem Team
Wie auch Freiamt setzt die RS Kriessern konsequent auf eigene Nachwuchskräfte. So haben die Rheintaler diese Saison mit Manuel Zäch, Reto Steger, Jason Gassner oder Elia Matt diverse Eigengewächse an die erste Mannschaft herangeführt. Das dies noch Geduld braucht, wissen die Willisauer nur zu gut. Beeindruckend ist nach wie vor die Breite der St. Galler im Greco: Mit Levin Meier, dem Ex-Willisauer Dimitar Sandov, Ramon Betschart und Fabio Dietsche hat man viele der besten Greco-Ringer des Landes in den eigenen Reihen. Im Freistil muss die RSK noch auf die Dienste von Marc Dietsche verzichten, dieser hat sich im Frühling das Kreuzband gerissen. Dafür können die Rheintaler wieder auf die Dienste von Dominik Laritz zählen. Der 25-jährige Vollblut-Kampfsportler ist mit einem deutlichen Sieg gegen Einsiedeln in die Saison startet. Im Leichtgewicht haben sich die Kriessner ausserdem mit dem Therwiler Udkhel Popal verstärkt, dieser gewann schon mehrere Medaillen an Junioren-Meisterschaften. Dazu ist der unverwüstliche Routinier Damian Dietsche nach wie vor in beiden Stilarten nur schwer zu besiegen. Durch den verpatzten Saisonstart der RSK sind die Willisauer sicherlich gewarnt, Kriessern sehnt sich den ersten Saisonsieg herbei.
Mavlaev definitiv zurück
Die Willisauer müssen am kommenden Samstag neben Michael Portmann auch auf Samuel Scherrer verzichten. Der 28-jährige gönnt sich nach der erfolgreichen WM noch eine wohlverdiente Ferienpause. Dafür rückt Willisaus momentan erfolgreichster Ringer Mansur Mavlaev in die Mannschaft zurück. «Ich bin froh, zurück im Team zu sein. Zuschauen ist oft intensiver als selbst zu ringen», schmunzelt der 23-jähre EM-Bronzemedaillengwinner.
Er möchte mit seiner Mannschaft den dritten Sieg im dritten Duell einfahren. Neben ihm werden wohl auch die beiden jungen «wilden» Nick Scherrer und Alain Heller wieder zum Einsatz kommen. «Sie arbeiten enorm gut in den Trainings mit ihrem Trainer Ivan Guidea und sind wieder richtig heiss auf den nächsten Kampf», lobt Cheftrainer Rolf Scherrer. Gespannt kann man sein, wie die Willisauer mit der Greco-Rochade im Mittelgewicht lösen. Kommt Jonas Bossert zu seinem ersten Saisoneinsatz? Es wird sich am Samstag um 18:00 zeigen. Die Willisauer reisen mit breiter Brust ins Bündnerland und wollen die Tabellenführung halten. Dies im Wissen, dass Siege auswärts gegen Kriessern immer ein schweres Unterfangen sind.
Zweite Mannschaft in Muri im Einsatz
Auch die zweite Mannschaft der RCW Lions ist am Samstag im Einsatz, sie treffen in Muri auf Domdidier und Thalheim. Das junge, hoch ambitionierte Team um Roger Heiniger und Lukas Bossert will weitere wichtige Punkte im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg in die Challenge League einfahren. Gegen die beiden Mannschaften ist also ein Sieg Pflicht. Die Kämpfe beginnen ab 15:00 in der Sporthalle Bachmatten.