Die RCW Lions erringen sich im letzten Test vor dem Saisonstart in drei Wochen einen fünften Rang am Grenzlandturnier. Das junge, dezimierte Team zeigte dabei viele gute Sachen, es gibt aber noch einiges an Steigerungspotential im Hinblick auf den ersten Saisonkampf gegen Oberriet.

Die RCW Lions wollten beim letzten Test am traditionellen Grenzlandturnier in Oberriet einerseits Selbstvertrauen tanken, andererseits den vielen mitgereisten jungen, aufstrebenden Ringern möglichst viele Mattenminuten ermöglichen. Dabei gab es zahlreiche spannende und aufschlussreiche Kämpfe zu sehen. Eines ist klar: Die Richtung stimmt, es muss aber in den kommenden drei Wochen nochmals intensiv gearbeitet werden.
Nach zwei Startniederlagen sich gesammelt
Im ersten Kampf trafen die RCW Lions wie schon im Vorjahr auf die starke ungarische Mannschaft aus Vasas-Szarvas-Budapest. Gegen das mit zahlreichen ungarischen Nachwuchs-Kaderathleten gespickte Team war man viel näher dran als noch im vergangenen Jahr, für einen Sieg reichte es aber nicht. Die Willisauer mussten sich schliesslich mit 11:20 geschlagen geben. Dabei überzeugte bei den Willisauern vor allem Sven Krummenacher mit einem überraschenden Schultersieg. Auch Timon Zeder und Michael Portmann konnten ihre Kämpfe siegreich gestalten.
Im zweiten Duell gegen die einheimischen Ringer aus Oberriet-Grabs war nun ein Sieg gefordert. In einem spannenden Duell mit vielen Auf und Ab’s resultierte hier am Schluss eine empfindliche 15:16-Niederlage. Highlight war der Kampf der beiden Kaderathleten zwischen Michael Portmann und Maurus Zogg. Trotz sechsminütigem Dominieren bekam Portmann keine einzige Bodenlage zugesprochen und musste sich so gegen seinen guten Freund Maurus Zogg mit 7:7 geschlagen geben. Zogg hatte mehr Zweierwertungen auf dem Konnte, beide zeigten einen spektakulären Kampf, den es wohl in drei Wochen bereits wieder zu bestaunen geben wird.
Weiter zeigten Rohullah Amiri, Dario Stadelmann, Alain Heller und auch John Ani starke Leistungen und gewann ihre jeweiligen Kämpfe.
Zwei Siege zum Abschluss
Nun mussten die Grafenstädter gegen die österreichische Mannschaft aus Westendorf zwingend gewinnen, um im Turnier zu bleiben. Diese Aufgabe löste das Team von Rolf Scherrer und Marco Riesen souverän. Gegen die Tiroler gab es nach Siegen von Nils Obi, Jonas Müller, Michael Portmann und Alain Heller einen 17:12-Sieg zu bejubeln.
Damit standen die RCW Lions im kleinen Finale um Platz 5+6 der RS Freiamt gegenüber.
Gegen die Freiämter – auch sie sind mit einem jungen Team angetretenen – kamen die Willisauer nie in Bedrängnis und gewannen schliesslich mit 18:13. Dabei waren Rohullah Amiri, Rashid Hotak, Timon Zeder und Alain Heller siegreich für den Meister. Jonas Müller zeigte gegen den starken Kaderringer Saya Brunner ausserdem einen sehr starken Kampf und lag bis kurz vor Schluss in Führung, wurde dann aber von Brunner überrascht.
Somit mussten sich die Willisauer mit dem fünften Rang bei neun gestarteten Teams begnügend.
«Es gab einerseits sehr viele gute und aufschlussreiche Kämpfe zu sehen, wir haben aber auch oft unnötig Punkte liegen gelassen, gerade im Duell gegen Oberriet», zeigte sich Cheftrainer Rolf Scherrer nach dem Turnier kritisch. «Es war sicherlich ein sehr guter Test vor dem Saisonstart und wir wissen, woran wir zu arbeiten haben», komplettierte Freistil-Trainer Marco Riesen. In Abwesenheit von den internationalen Samuel Scherer, Mansur Mavlaev und Nick Scherrer sowie ohne Tobias Portmann (rekonvaleszent) zeigten die jungen «Wilden» alles in allem starke Leistungen. Nun wird es in zwei Wochen noch ein Trainingsweekend mit dem ZRV geben, bevor es dann am 6. September auswärts gegen Oberriet dann definitiv ernst gilt.
Für die RCW Lions im Einsatz:
Nils Obi, Rohullah Amiri, Sven Krummenacher, Rashid Hotak, Timon Zeder, Madhi Aklaqi, Dario Stadelmann, Patrick Kurmann, Timo Koch, Jonas Müller, Alain Heller, Michael Portmann, Fabian Meier, Daniel Häfliger, John Ani