Halbfinale Swiss Premium League: RS Freiamt – RCW Lions, Sa, 19:00 – Bachmatten, Muri
Es ist endlich so weit: Die Mannschaftsmeisterschaft geht in die Play-Off-Phase. Zum ersten Mal seit 2017 treffen die Willisauer bereits im Halbfinale auf die RS Freiamt. Trotz der makellosen Qualifikationsphase des Meisters wird eine sehr ausgeglichene und enge Serie erwartet.

Was wird das für ein spannender Halbfinal geben! Die Neuauflage des letztjährigen Finals gibt es dieses Jahr bereits im Halbfinale. Dies, da die Freiämter in der Qualifikation nie in Bestbesetzung antraten und auch noch die eine oder andere Verletzung zu beklagen hatten. Die Willisauer reisen mit einer sehr breiten Brust mit zehn Siegen in Serie nach Muri. Dort beginnt alles wieder bei null. Wenn man die beiden momentan bestmöglichen Aufstellungen der beiden langjährigen Rivalen anschaut, ist ein sehr knapper Ausgang denkbar.
Freiämter mit starken Individualisten
Im letzten Duell vor den Halbfinals gab es für die Freiämter gegen Oberriet mit einer jungen Mannschaft nochmals einen hohen Sieg. Auch die Aargauer holten sich das nötige Selbstvertrauen vor dem Spitzen-Halbfinal. Am Samstag werden die Willisauer ein ganz anderes Freiamt zu sehen bekommen als noch in den zehn Duellen während der Qualifikationsphase. Chef-Trainer Pascal Strebel deckte seine Karten bisher noch nicht vollständig auf und schickte stets eine sehr junge, talentierte Mannschaft auf die Matte. Im Halbfinale wird aber auch Strebel taktieren und versuchen, den Meister zu schlagen. Mit den Gebrüder Leutert und dem jungen Kevin Birchler sind die Freiämter vor allem in den unteren Gewichtsklassen sehr schwer zuschlagen. In diesen Gewichtsklassen gilt es für die Grafenstädter wie schon im Vorjahr, den Schaden in Grenzen zu halten. Gut möglich, dass auch Allzweckwaffe Michael Bucher zum Einsatz kommen wird, er ist sehr flexibel einsetzbar. Ab dem Mittelgewicht besteht die Mannschaft aus sehr routinierten Ringern: Der Rumäne George Bucur hat nach wie vor Klasse, Team-Captain Marc Weber dürfte aufgrund des Sieges in der Qualifikation wieder auf Willisaus Delian Alishahi angesetzt werden. Dazu können die Freiämter auf den starken ukrainischen Greco-Ringer Vladyslav Shyshko zählen, der ebenfalls sehr schwierig zu bezwingen ist. Die Willisauer werden sich also auf etwas gefasst machen müssen. Dies trotz den namhaften Verletzten Christian Zemp und Randy Vock.
RCW Lions mit viel Erfahrung
Die Willisauer konnten sich bereits seit längerem auf ein mögliches Halbfinalduell mit der RS Freiamt einstellen. So wurde auch der Gegner entsprechend gut analysiert. «Wir wissen um ihre Stärken, sind aber erfahren genug, um mit dem umzugehen», kommentiert Chef-Trainer Rolf Scherrer. Mit Timon Zeder, Samuel Scherrer und den Gebrüdern Portmann sind vier Athleten im Team, welche bereits 2017 im Halbfinale gegen Freiamt zum Einsatz kamen. Das Quartett möchte auch dieses Jahr den Final um jeden Preis nach Willisau holen. In den unteren Gewichtsklassen wird wohl die Aufstellung ähnlich wie letztes Jahr im Halbfinale gegen Einsiedeln aussehen. «Dieser Halbfinal ist wie ein Final anzuschauen. Wir dürfen uns nicht schonen und es braucht von jedem 110 Prozent», meint Freistil-Assistenztrainer Stefan «Stifi» Reichmuth. «Wir schauen nur auf uns und die Sachen, welche wir beeinflussen können», so der Olympionike weiter. Er wird sich diese Woche intensiv um die Freistil-Athleten kümmern und seinen Jungs mental und auch ringerisch den letzten Schliff verpassen, gleiches wird Jonas Bossert im Greco tun. Die Willisauer können bis auf Nick Scherrer auf alle Athleten zählen. Bei Tobias Portmann wird es einen Wettlauf gegen die Zeit, die Willisauer sind aber vorsichtig optimistisch. So wird es diesen Samstag im Hexenkessel Bachmattenhalle ein heisser Tanz mit vielen Spitzenduellen geben. Schliesslich werden Details über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Willisauer sind mental und körperlich bestens vorbereitet, Siegeswille und Form stimmen. Jetzt gilt es darum, die Leistung am Tag X abzurufen. Die RCW Lions freuen sich auf einen intensiven und spannenden Kampf mit vielen mitgereisten lautstarken Fans aus dem Luzerner Hinterland.