Swiss Premium League: 2. Final – RCW Lions – RR Einsiedeln – Sa, 06.12. – 19:00, BBZ

Mit einem Sieg vor heimischen Publikum könnten die RCW Lions diesen Samstag alles klar machen und sich den 19. Meistertitel der Vereinsgeschichte sichern. Einsiedeln wird sich mit allen Kräften dagegenstemmen, es wird erneut ein hartes Stück Arbeit für das Team von Rolf Scherrer.

Nach dem erfolgreichen ersten Finalkampf greifen die Willisauer nach dem nächsten Meisterstern. Können die Grafenstädter erneut eine Top-Leistung wie am vergangenen Samstag abrufen, werden sie sich den Titel nicht mehr nehmen lassen. Unter der Woche wird im Hintergrund viel gearbeitet: Präsident Sven Hirschi und Bauchef Ueli Roos sind einmal mehr gefordert, auch wenn die Abläufe mittlerweile nach neun Finals in Folge bereits Routine geworden sind. Es wird eine Final-Arena auf die Beine gestellt, wo jeder im Verein des Rekordmeisters seinen Beitrag dazu liefert. Ringerisch sind die Willisauer durch den Stilartenwechsel zusätzlich im Vorteil.

Einsiedeln hat nichts zu verlieren

Es war hart und zäh, jeder einzelne Punkt mussten sich die Willisauer erarbeiten. Die Einsiedler lieferten kämpferisch Paroli, sinnbildlich waren die Kämpfe zwischen Michael Portmann und Kay Neyer, oder Illia Terzi gegen Lars Neyer. Es wurde bis zum letzten Moment alles ausgekämpft. Auch diesen Samstag haben die Klosterdörfler nichts zu verlieren und können ohne Druck auftreten. Dies kann die Situation für die Willisauer durchaus gefährlich machen. «Es mag kein Nachlassen leiden und es darf keine Aussetzer geben», warnt Rolf Scherrer. Es wird auch im zweiten Duell der beiden Innerschweizer Traditionsvereine ein knappes Duell erwartet, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Durch den Stilartenwechsel werden die beiden Aufstellungen leicht angepasst. So werden voraussichtlich Delian Alishahi und Damian von Euw bis 97 kg, Greco, ein interessantes Spitzenduell bestreiten. Das erste Duell der Saison ging in der Vorrunde an den Willisauer. An der Einsiedler Aufstellung dürfte sich ansonsten nicht viel ändern. Freistilspezialist River Perlungher dürfte ins Team rücken und könnte in einem interessanten Duell auf Illia Terzi treffen. Der Willisauer Söldner Jonas Müller möchte sich zudem an Jan Neyer für die knappe Niederlage im Vorjahr revanchieren. Es gibt also wieder sehr viele knappe Duelle, wo die Willisauer versuchen müssen, das eine oder andere auf ihre Seiten zu kippen.

Tobias Portmann will Willisau zum Titel führen

Sehr erfreulich aus Willisauer Sicht ist die Rückkehr von Tobias Portmann. Seine Oberschenkelverletzung ist mittlerweile sehr gut ausgeheilt und der 26-jährige Team-Leader will den Willisauern entscheidend auf dem Weg zum Meistertitel helfen. Er dürfte in einem weiteren spannenden Duell auf den starken Einsiedler Kay Neyer treffen. «Ich fühle mich bereits deutlich besser als noch gegen Freiamt vor zwei Wochen und bin mehr als bereit für diesen Kampf», verrät Portmann. Auch diesen Samstag sind die Willisauer wieder auf hohe Siege ihrer Aushängeschilder Samuel Scherrer, Mansur Mavlaev und Michael Portmann angewiesen. Dass diese mit den hohen Erwartungen umgehen können, bewiesen sie Woche für Woche. «Wir brauchen auch einen gewissen Druck, um unsere Bestleistung abzurufen», so Mansur Mavlaev. Der 23-jährige ist seit 57 Kämpfen ungeschlagen und ist einer der wichtigsten Gründe der Willisauer Erfolgswelle in den letzten Jahren. Um den Meistertitel am Samstag aber perfekt zu machen, braucht es neben den eingeplanten hohen Siegen der Spitzenringern auch knappe Kämpfe der restlichen Athleten. Gerade in den unteren Gewichtsklassen darf man auf Scherrers Mannschaft gespannt sein. «Wir müssen und wollen noch einmal voll ans Limit gehen, um den Meistertitel ins Trockene zu bringen», meint Assistenz-Trainer Stefan Reichmuth. Es werden gegen 2000 Zuschauer in der Willisauer BBZ-Halle erwartet, welche ihre Farben lautstark unterstützen. Die Willisauer haben die nötige Form und viel Erfahrung, um den 19. Meistertitel bereits diesen Samstag klarzumachen.