Die RCW Lions waren am vergangenen Wochenende an zwei Turnieren im Einsatz. Ein junges Team mit mehrheitlich Ringern aus der 2. Mannschaft zeigte am Waldstättercup eine starke Leistung und klassierte sich auf dem sehr guten 2. Schlussrang. Gleichzeitig fand in Rumänien das traditionelle Ion Cornianu & Ladislau Simon Turnier statt. Dort gewannen Mansur Mavlaev und Florian Bissig die Bronze-Medaille.

Erfolgreiche Ausbeute durch Mansur Mavlaev und Florian Bissig in Rumänien und am Waldstättercup in Horw.

Nach den intensiven Trainingslagern in Mallorca und Bardonecchia, wo an Kondition, Kraft und Technik gefeilt wurde, konnte man im Vorfeld auf den Formstand der Willisauer Athleten gespannt sein. Die junge Mannschaft um die beiden Coaches Marco Riesen und Jonas Bossert zeigte sich am Waldstättercup für die neue Saison bereit. Auch die internationalen Samuel Scherrer, Mansur Mavlaev und Florian Bissig zeigten sehr ansprechende Kämpfe.

Waldstättercup: 2. Platz hinter der RR Schattdorf

Die Willisauer starteten mit einer unerwarteten Niederlage gegen eine starke RR Brunnen in das Turnier. Es wurde bewusst eine sehr junge Aufstellung gewählt, zudem kippten die knappen Kämpfe auf die Seite der Schwyzer. Im zweiten Kampf kam es zum Derby gegen die RR Hergiswil. Dort konnten die Lions einen soliden 23:10-Sieg einfahren, dies sechs Siegen aus acht Duellen. Entscheidend waren die vier Siege durch technische Überlegenheit von Nick Scherrer, John Ani, Amon Ackermann und Rashid Hotak.
Anschliessend kam mit der RS Freiamt eine weitere schwere Aufgabe auf die Riesen-Bossert-Truppe zu. Mit einer tollen Leistung konnten die Freiämter mit Randy Vock und Michael Bucher in der Startaufstellung knapp mit 17:15 besiegt werden. Entscheidend waren der Schultersieg im Leichtgewicht durch Rik Huber und der Überlegenheitssieg durch Sven Jrummenacher gegen Hossein Bagheri.
Im letzten Vorrundenkampf mussten sich die Willisauer mit einem 16:16 gegen die RR Schattdorf begnügen. Es war ein spektakulärer kurzer Kampf mit je vier 4:0-Siegen.
Im Halbfinale traf man damit erneut auf die RR Brunnen. Dieses Mal behielten die Grafenstädter das bessere Ende für sich und siegten knapp mit 18:14. Erneut waren die guten Leistungen von Rik Huber und Sven Krummenacher mitentscheidend. Gefeierter Matchwinner war allerdings Fabian Meier mit einem Schultersieg trotz 0:14-Rückstand.
Im Finale kam es damit zum erneuten Aufeinandertreffen gegen die RR Schattdorf. Gegen die starke Aufstellung der Urner konnten die Willisauer dieses Mal nichts ausrichten. Die drei Siege durch Nick Scherrer, Rashid Hotak und Madhi Aklaqi reichten nicht und man musste sich mit 13:22 geschlagen geben.
Damit beendete das sehr junge Team den Waldstättercup auf dem guten 2. Schlussrang.

Zwei Medaillen in Rumänien

Gleichzeitig waren die internationalen Top-Cracks Samuel Scherrer, Mansur Mavlaev und Florian Bissig in der rumänischen Hauptstadt Bukarest im Einsatz.
Samuel Scherrer startete bis 92 kg und traf in einem starken Pool auf einen Georgier und einen bulgarischen Ringer. Gegen den Georgier verlor Scherrer mit 4:11 und auch das Duell gegen den Bulgaren ging mit 1:1 ultraknapp verloren. So schied «Sämi» bereits nach der Gruppenphase aus.
«Ich hatte eine strenge Woche und bin noch leicht angeschlagen. Es gilt, das Positive mitzunehmen», zeigte sich der Willisauer Team-Leader optimistisch.
Besser lief es den beiden anderen Willisauern Mansur Mavlaev (86 kg) und Florian Bissig (74 kg).
Beide konnten sich nach guten Kämpfen die Bronzemedaille umhängen lassen. Florian Bissig besiegte einen Israeli, verlor anschliessen einen starken Georgier und konnte sich im Kampf um Bronze gegen einen Chilenen. Mansur Mavlaev besiegte zu Beginn knapp einen Moldawier und musste sich in der Folge gegen einen anderen Moldawischen Ringer geschlagen geben. Im Kampf um Bronze kam er zu einem kampflosen Sieg gegen einen Finnen.
Betreut wurden das Team durch den Willisauer Nationalkadertrainer Gergö Gyurits.

Rangliste Waldstättercup:

1. RR Schattdorf
2. RCW Lions
3. RR Brunnen
4. Götzis (AUT)
5. RS Freiamt
6. RR Hergiswil