Freistil erstmals an zwei Tagen
Mit rund 1000 Teilnehmer aus 34 Ländern gings für die Freistiler bereits am Freitag los. Primäres Ziel dabei war, die Finalkämpfe vom Samstag zu erreichen.
Mit Nik Kehrli, Max Bieri, Dario Stadelmann und John Ani (alle RCW Lions), Joel Burri und Nik Buholzer (beide RR Hergiswil) standen deren sechs Luzerner Hinterländer im Einsatz.
Sehr überzeugend trat John Ani in der U20-Kategorie bis 125 kg auf. In seiner nordisch ausgetragenen Gruppe, in der jeder gegen jeden kämpfte, konnte er drei seiner vier Duelle für sich entscheiden. Diese starke Bilanz brachte ihm den hervorragenden zweiten Rang ein.
In der Kategorie U15 bis 59 kg startete Nik Buholzer ebenfalls vielversprechend ins Turnier. Mit zwei Siegen zu Beginn sicherte er sich frühzeitig einen Platz in den entscheidenden Platzierungskämpfen vom Samstag. Zwar musste er in der dritten Runde eine Niederlage hinnehmen, doch blieb er im Rennen um die vorderen Ränge. Der erste Kampf vom Samstag gegen den späteren Drittplatzierten aus der Ukraine, bei dem es um die Ausmarchung der Patzierungkämpfe ging, fiel zu seinen Ungunsten aus. Im Kampf um Rang fünf bewies Buholzer dann aber wieder Nervenstärke: Trotz Rückstand gelang ihm im entscheidenden Moment ein Schultersieg. Damit krönte er seine Leistung bei seiner ersten Teilnahme an diesem grossen Turnier mit einer Medaille – in Tallinn werden die sechs besten Ringer ausgezeichnet.
Mahdi Akhlaqi (U20, 57 kg) startete mit zwei Siegen durch technische Überlegenheit optimal ins Turnier. In der Folge musste er jedoch Niederlagen gegen einen Amerikaner und einen Ungarn hinnehmen. Am Ende resultierte daraus ein guter neunter Schlussrang.
Für Joel Burri (U15, 68 kg) begann das Turnier mit einer Niederlage gegen einen Ungarn. Davon liess er sich jedoch nicht beirren und gewann seinen zweiten Kampf gegen einen Amerikaner deutlich. Eine weitere Niederlage in Runde drei bedeutete schliesslich Rang 14 in der Endabrechnung.
Dario Stadelmann (U17, 65 kg) zeigte mehrere enge Kämpfe. Zum Auftakt setzte er sich bei Punktegleichstand äusserst knapp gegen einen Ukrainer durch. Danach folgten eine knappe Niederlage sowie ein knapper Sieg, beide nach Punkten. In der vierten Runde musste er sich einem Amerikaner deutlich geschlagen geben und beendete das Turnier auf Rang 22.
Nik Kehrli (U15, 48 kg) startete mit zwei Siegen vielversprechend. In den darauffolgenden Runden traf er jedoch auf zwei starke Ukrainer, gegen die er jeweils unterlag. Am Ende resultierte Rang 23.
Für Max Bieri (U15, 57 kg) verlief das Turnier weniger glücklich. Nach einer Niederlage auf Schulter sowie einer weiteren nach Punkten war der Wettkampf bereits nach zwei Runden beendet. Dies bedeutete Rang 36 in der Schlusswertung.
Insgesamt zeigten die jungen Athleten engagierte Auftritte und konnten auf internationaler Bühne viel Erfahrung sammeln.









Greco am Sonntag mit enttäuschender Bilanz
Bei dem stark besetzten Turnier der Greco-Spezialisten blieb den acht gestarteten Athleten ein Vorstoß über die dritte Runde hinaus verwehrt. Trotz engagierter Auftritte und einzelner Erfolgserlebnisse war die Konkurrenz insgesamt zu stark, um weiter vorne mitzumischen.
In der Kategorie U17 bis 51 kg zeigte Tristan Bernet mit einem Sieg durch technische Überlegenheit einen gelungenen Start. In der Folge musste er jedoch eine deutliche Niederlage gegen einen später topplatzierten Gegner aus Schweden hinnehmen. Nach einer weiteren Schulterniederlage beendete er das Turnier auf dem 12. Rang.
Fabian Meier (U20, 72 kg) erging es ähnlich. Nach einem erfolgreichen Auftaktkampf nach Punkten konnte er in den folgenden beiden Runden seinen Gegnern nichts entgegensetzen. Am Ende resultierte daraus der 15. Schlussrang.
In der Gewichtsklasse U17 bis 60 kg startete Marco Limacher mit einer Niederlage gegen einen Georgier ins Turnier. Dank eines anschließenden Schultersiegs blieb er jedoch im Wettbewerb. Im dritten Kampf traf er auf einen starken Finnen, gegen den er chancenlos blieb. Für ihn bedeutete dies Rang 22.
Auch Fionn Uhlmann (U15, 52 kg) konnte zunächst überzeugen. Über weite Strecken dominierte er seinen ersten Kampf, musste sich am Ende jedoch knapp nach Punkten geschlagen geben. Nach einem Schultersieg in der zweiten Runde wartete im dritten Kampf der spätere Zweitplatzierte aus der Ukraine. Gegen diesen fand Fionn kein Mittel, womit er das Turnier – nach einem Podestplatz im Vorjahr – auf Rang 23 abschloss.
Lionel Suppiger (U15, 57 kg) verlor seinen Auftaktkampf knapp, konnte jedoch in der zweiten Runde ebenfalls einen Schultersieg erzielen. In der darauffolgenden Runde musste er sich geschlagen geben und belegte den 28. Schlussrang.
Für Dario Limacher (U17, 55 kg, 29. Rang), Sven Krummenacher (U20, 60 kg, 18. Rang) und Moritz Köllnberger (U20, 72 kg, 24. Rang) war das Turnier jeweils bereits nach zwei Kämpfen beendet.




Trainingslager in Tallinn und Weiterreise ans Easter Wrestling in Utrecht
Im Anschluss an das Turnier gehts für die Nachwuchsathleten in Tallinn noch weiter: Direkt danach nehmen sie an einem Trainingslager teil, wo sich die Gelegenheit bietet, ein abwechslungsreiches Training, dieses Jahr von georgischen Trainern geleitet, mit Athleten aus der ganzen Welt zu absolvieren.
Für das Greco-Nationalkader geht es anschliessend weiter nach Utrecht, wo mit dem traditionellen „Easter Wrestling“ bereits der nächste internationale Wettkampf ansteht.
Ein klares Fazit zog U17-Greco-Nationaltrainer Michael Jauch nach dem Turnier: „Im Vergleich zum Vorjahr konnte man ganz klar feststellen, dass praktisch in allen Kategorien das Niveau zugenommen hat. Dies ist vorwiegend der vermehrten Teilnahme osteuropäischer Klubs, insbesondere aus Georgien und Armenien, geschuldet.“ Trotz engagierter Auftritte seiner Athleten ordnet er die Leistungen realistisch ein: „Unsere Jungs haben heute sicher gute Leistungen gezeigt, es ist aber deutlich geworden, dass sie mit der Spitze noch nicht mithalten können. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“
https://youtu.be/-nlv0J9aixs
Dieses und zahlreiche weitere Videos gibts wie immer auf www.youtube.com/@rcwlionswrestling